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Trichocereus pachanoi

  • Artikelnummer: 205092
  • GTIN: 0000000205092
  • HAN: 205092
  • Kategorie: Kraftpflanzen
Der Trichocereus pachanoi, auch bekannt als San Pedro Kaktus oder unter dem neuen Namen Echinopsis, ist eine bemerkenswerte Pflanze aus der Familie der Cactaceae. Er ist ein schnellwüchsiger, säulenförmiger Kaktus aus den Hochlagen der Anden Perus, Ecuadors und Nordchiles, wo er in Höhen zwischen etwa 1500 und 3300  m vorkommt. In seinem natürlichen Habitat wächst er an steinigen, gut drainierten Berghängen, in offenen Buschlandschaften und entlang saisonaler Wasserläufe, wo er volle Sonne, starke UV‑Strahlung und ausgeprägte Tag‑Nacht‑Temperaturunterschiede erlebt. Die Pflanzen bilden kräftige, aufrechte Säulen mit meist sechs bis acht breiten, flachen Rippen und großen, weit auseinanderliegenden Areolen. Die Dornen sind kurz, meist gelblich bis bräunlich und bei vielen Populationen nur schwach ausgeprägt, was dem Kaktus sein charakteristisch glattes, elegantes Erscheinungsbild verleiht. Die Blüten sind groß, weiß, trichterförmig und öffnen sich nachts, wie für viele Trichocereus‑Arten typisch. Sie erscheinen seitlich an den oberen Segmenten und verströmen einen angenehmen Duft, der Bestäuber in der Dämmerung anzieht. Die Pflanzen können im Alter mächtige Horste bilden und erreichen in Kultur wie im Habitat mehrere Meter Höhe. Trichocereus pachanoi gilt als eine der variabelsten Arten der Gattung, was sich in Rippenzahl, Bedornung und Wuchsgeschwindigkeit zeigt, bleibt aber stets an seiner glatten Epidermis, den breiten Rippen und den großen, weißen Nachtblüten erkennbar. Trichocereus pachanoi eignet sich hervorragend als Pfropfunterlage. In der traditionellen Anden‑Ethnobotanik spielt Trichocereus pachanoi seit Jahrtausenden eine bedeutende Rolle. Junge Triebe werden aufgrund ihres natürlichen Alkaloidgehalts in Teilen Ecuadors, Nordperus und Boliviens geschnitten und auf lokalen Märkten gehandelt. In der Vorstellung indigener Gemeinschaften besitzen sie besondere Kräfte, die in rituellen Zeremonien genutzt werden. Die psychoaktive Wirkung gilt dabei nicht als Selbstzweck, sondern als Mittel, um eine Verbindung zu Naturgottheiten herzustellen, die in der andinen Kosmologie als übernatürliche Kräfte und Ausdruck des Geistigen verstanden werden. Solche Konzepte werden bis heute von Schamanen und traditionellen Heilkundigen gepflegt. Archäologische Funde belegen, dass die rituelle Verwendung dieser Pflanze in den Anden bereits vor rund 3000 Jahren bestand.
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